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"Es sind keine isolierten Vorfälle"

"Wir stehen hier, um zu erinnern, zu trauern und zu mahnen - in einer Zeit, die von neuen Schrecken geprägt ist." Eindringliche Worte an die Pirnaer, die neun Jahre nach dem schrecklichen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wie an jedem 19. Dezember an der Grohmannstraße zusammenkamen.

Daniel Heimann, der mit etlichen Mitstreitern dieses würdige Gedenken von Anfang an organisiert, bat zunächst um eine Minute der Stille, um der Opfer gedenken, deren Namen auf dem Kranz stehen, der im Anschluss niedergelegt wurde. Heimann verwies in seiner Rede darauf, dass "heute das Gedenken erweitert werden müsse".

Berlin 2016 und Magdeburg 2024 seien "keine isolierten Vorfälle. Sie sind Teil einer Kette von Gewalt, die unser Land seit Jahren belastet: Von terroristischen Anschlägen islamistischer Extremisten bis hin zu Amokläufen motivierter Hassfiguren." Sie träfen immer unschuldige Menschen, Familien, die auseinandergerissen werden."

Ihnen galten in besonderem Maße abschließend Zeilen aus Psalm 44: "Du hast uns verstoßen und beschämt. Du führst unser Heer nicht mehr in die Schlacht." Heimann: "Gott, gib uns Kraft, Gerechtigkeit und Frieden. Für die Opfer von Berlin, von Magdeburg und all jene, die leiden. Möge ihr Tod nicht umsonst gewesen sein."

Anzumerken bleibt eine offenbar in weiten Teilen unserer Gesellschaft verbreitete Gleichgültigkeit, vielleicht auch nur Erinnerungsmüdigkeit gegenüber diesem Leid, dass nicht das eigene ist und so auch nicht wahrgenommen wird. Besser wissen lassen sollten es uns die "weihnachtlichen" Sicherheitsmaßnahmen - auch in Pirna.

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