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Geh aus mein Herz, und suche Freud! Der große Geistliche und Musiker Paul Gerhardt.
Komme ich nach Lübben, muss ich zum Denkmal von Paul Gerhardt, einem großen Deutschen. Das Denkmal steht zentral am Marktplatz vor eben der Paul-Gerhardt-Kirche. Wer die Kirche betritt stößt auf den Text des Testamentes, welches Gerhardt kurz vor seinem Tod für seinen Sohn Paul Friedrich 1676 aufgesetzt hat. Dieses Testament zeigt die geistige Welt dieses großen Mannes.
Paul Gerhardt selbst habe ich als junger Sänger in der Kantorei St. Marien kennen und schätzen gelernt. Das Lied "Befiehl du deine Wege" ist mir immer noch gegenwärtig, wie überhaupt die Musik Paul Gerhardts, die voller Schönheit und Harmonie ist, in unserer Zeit immer noch aufstrahlt. Der Mann hatte ein bewegtes Leben, das von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges sowie von persönlichen Schicksalsschlägen geprägt war.
Besonders bekannt ist das Lied "Geh aus, mein Herz, und suche Freud", das 1653 veröffentlicht wurde. Darin beschreibt Gerhardt die Schönheit der Natur im Sommer: Blumen, Felder, Gärten und Vögel. Die Natur wird als wunderbare Schöpfung Gottes dargestellt. Gleichzeitig geht es um die Freude am Leben und um das Vertrauen auf Gott. Das Lied zeigt besonders gut Gerhardts Fähigkeit, Glaube, Natur und Lebensfreude miteinander zu verbinden.
Wenn man etwas Schönes erleben will, dann beschäftige man sich mit der Musik Paul Gerhardt, am besten man stimme mit ein, die Deutschen singen zu wenig! "Geh aus, mein Herz, und suche Freud, in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier, und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben."
Daniel Heimann
Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Foto: privat