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Kreistag rettet Altenberger Sportinternat
Mit einem ziemlich einhelligen Beschluss des Kreistages SOE fand gestern das Tauziehen um den Fortbestand des Sportinternats ein vorläufiges Ende. Für die AfD-Fraktion doppelter Grund zur Freude. Einerseits wird mit der Übernahme des Betriebs durch eine kreiseigene Gesellschaft Altenberg von einer drückenden Finanzlast befreit. Unser frisch gewählter Bürgermeister André Barth,, auf dessen Wirken die gezogene Notbremse zurückgeht, sprach von jährlich 200.000 Euro Fehlbetrag, den die Bergstadt jetzt nicht mehr stemmen muss.
Andererseits zeigten der Kreistag und die AfD-Fraktion, welchen Stellenwert wir Altenberg als Standort für den Hochleistungs- aber eben auch den damit verbundenen Breitensport in Sachsen zubilligen. Altenberg ist und bleibt Medaillenschmiede des Wintersports auf internationaler Ebene. Die Verantwortung aber, die gehört auf breitere Schultern verteilt. Es geht nicht länger an, dass in Berlin oder Dresden die Siege für Deutschland gefeiert werden, die Lasten aber der Kreis und über die gleichnamige Umlage die Gemeinden bezahlen.
Darin waren sich im Saal am Montagabend wohl alle einig. Gut ist auch, dass das nun vereinbarte Betreibermodell nach zunächst einem und dann noch mal zwei Jahren evaluiert wird und - wie Landrat Michael Geisler (CDU) ankündigte - dabei besonders auf die Kostenstruktur geschaut wird. André Barth war es vorbehalten, verbal den Schlüssel an den Landkreis zu überreichen, mit dem er die Schließung des Internats angedroht hatte und Michael Geisler zu ermutigen, seinem Beispiel folgend nun in Richtung Staats- und Bundesregierung zu winken.