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Schönes in loser Reihenfolge
Politik ist nicht für sensible Leute, so die gängige Redensart. Wer also sensibel auf seine Umwelt reagiert, ist womöglich falsch in der Politik. Hier kann es ruppig zugehen und zwar auf allen Ebenen, in den eigenen Reihen und aus den Reihen der anderen sowieso. Was ist aber mit der Definition der Eigenschaften des sensiblen Zeitgenossen selbst?
Als sensibel werden Menschen bezeichnet, die feinfühlig, empfindsam oder verletzlich sind. Götz Kubitschek hat einmal den Rechten als eine „Wahrnehmungselite“ beschrieben. Insofern glauben wir, dass in unserem politischen Milieu nicht wenige sind, die einigermaßen sensibel sind. Und hier kann ein Problem liegen.
Friedrich Nietzsche wird das folgende Zitat aus seinem Buch „Jenseits von Gut und Böse“ zugeschrieben: „Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ Der Abgrund, das können die Zustände in unserem Land sein, die wir politisch reflektieren.
Aber auch permanente Kommunikation und Verfügbarkeit, das Leben mit den Sozialen Medien und deren Konsum, die meist vermeintlich politischen Notwendigkeiten folgen. Um körperlich und seelisch gesund zu bleiben, bedarf es einiger Dinge und Möglichkeiten, die uns vor dem Schlund des Abgrunds bewahren, uns auf Distanz gehen lassen.
Hier ist vor allem die Schönheit zu nennen. Die Schönheit sind Gemälde, Musik, Architektur, Landschaft, Stimmungen, Bücher, Trachten und Kleider, ein Liebespaar und vieles mehr. All das eben, was die Linke seit Jahren zu dekonstruieren versucht und im öffentlichen Raum und Diskurs bereits zerstört hat.
In Zukunft werden wir hier auch schöne Dinge vorstellen, jeder entscheide für sich selbst, was er davon mit auf seine Reise nimmt.
Beitragsbild: "Der Wanderer über dem Nebelmeer" ist ein um 1818 entstandenes Gemälde von Caspar David Friedrich.