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"Schützen wir gemeinsam unsere Heimat!"

Ein weiser Satz auf dem Banner der Gegenwind-Initiative aus Thallwitz, den ein kleiner grafischer Hinweis auf selbigem noch unterstreicht, wenn man Don Quijote und seinen treuen Begleiter Sancho Panza in diesem Zusammenhang als Einzelkämpfer deutet, die den Kampf gegen "feindliche Riesen" letztlich verloren, auch weil sie Realität und Fantasie verwechselten. Diese Gefahr besteht auch heutzutage.

Nicht nur, dass wir es nicht mehr mit den harmlosen Mühlen aus dem Jahre 1605 zu tun haben, sondern mit bis zu knapp 300 Meter hohen Windkraftanlagen, die man durchaus auf den Feldern und in den Wäldern unserer Heimat als feindliche Riesen betrachten darf. Nein, wir haben es auch mit einer Windkraft-Lobby zu tun, die massive wirtschaftliche und finanzielle Eigeninteressen - bisher erfolgreich - antreibt.

Die daraus resultierenden mannigfaltigen Schäden für unsere Kulturlandschaft, für Umwelt und Natur, wollen immer weniger Menschen hinnehmen. Der Widerstand gegen den weiteren Windkraftausbau wächst beinahe täglich. Er hat seinen Ursprung bei zahllosen Initiativen von Bürgern vor Ort und ist längst nicht nur in Stadt- und Gemeinderäten, sondern auch bei Bürgermeistern und Oberbürgermeistern angekommen.

Viele Beschlüsse wie in Freital, Pretzschendorf oder Dippoldiswalde zeugen davon und demonstrieren klare Ablehnung gegenüber weiteren Ausbauplänen, denen die Bundesregierung aus CDU und SPD in Berlin immer noch ungebremst direkt oder indirekt frönt - Stichwort "Grüner Wasserstoff" und anderes mehr. Klar ist deshalb: Wir als AfD, auch als Kreistagsfraktion, haben nicht das "Anti-Windkraft-Monopol" inne.

Es reicht nicht, öffentlich trotzig mit dem Fuß aufzustampfen. Die Gesetze, die den ungezügelten Ausbau der "Erneuerbaren" möglich machen, sind in Berlin ersonnen und beschlossen worden. Dort und nur dort müssen und können sie auch wieder gekippt werden. Dafür braucht es Mehrheiten, die aus Aktivitäten vor Ort wachsen müssen. Die Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde hat diesen Weg eingeschlagen.

Von ihr stammt der in der ZEIT zitierte Satz, "solange das Windrad mehr Urlaubstage hat als ich, werde ich keiner weiteren Anlage zustimmen". Die AfD reklamiert für sich, sachgerechte Politik zu betreiben und die inhaltliche Ausrichtung in den Vordergrund zu stellen. Nicht allein deshalb sollten wir Abstand davon nehmen, uns gegenseitig Steine in den Weg zu rollen, der ein ähnliches Ziel hat.

Wir helfen uns und den Menschen vor Ort im Landkreis SOE am besten und schnellsten, wenn die Kräfte gebündelt auf die Entscheidungsträger in Berlin einwirken und man sich die Bälle klug zuspielt. Jüngst geschehen in einer gemeinsamen Erklärung, über die hier schon ausführlich berichtet wurde. Wir agieren in der Realität, nicht in der Fantasie. Und wir alle wollen den Kampf um unsere Heimat gewinnen.

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